Reagenzien - Chemieunterricht in Brandenburg

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Reagenzien

Experimente

aktualisiert: 15.05.2012

Auf dieser Seite werden verschiedene Reagenzien für die Analytik vorgestellt.
Die beschriebenen Reagenzien sind ausschließlich für den Einsatz im Unterricht gedacht. Sie dürfen nur von ausgebildeten Fachpersonen verwendet werden.
Die Sicherheitsratschläge stellen lediglich Empfehlungen des Verfassers zum Umgang mit den Stoffen dar und erfolgen nur bei besonderen Gefahren.
Die Nutzung der Informationen geschieht auf vollkommen eigene Verantwortung. Der Einsatz von geeigneten Schutzvorrichtungen und die Einhaltung geltender Sicherheitrichtlinien wird vorausgesetzt.
Aufgrund der Umstellung der allgemeinen Kennzeichung (siehe Seite "Sicherheit") ist das eigene Studium der einschlägigen Vorschriften und Richtlinien unbedingt notwendig.
Quelle für die Einstufung von Chemikalien in der Schule ist z.B. das "Deutsche Gefahrstoffinformationssystem Schule", kurz D-GISS in der jeweils aktuellen Version bzw. BG/GUV-SR2004 (Stoffliste)

Indikatoren

Säure-Base:

Umschlagbereich:

Rezeptur:

Methylorange

pH: 3,1 ... 4,4 (rot ... gelborange)            

2 g Methylorange 100 mL dest. Wasser

Methylrot

pH: 4,4 ... 6,2 (rot ... gelborange)

0,1 g Methylrot in 100 mL Ethanol

Phenolphthalein
(ACHTUNG - Gefahrstoff)

pH: 8,3 ... 10,0 (farblos ... weinrot)
HINWEIS: In konzentrierten Mineralsäuren (z B. in konzentrierter Schwefelsäure pH = 0 bis 1) wird Phenolphthalein orange gefärbt und in konzentrierten Laugen (z.B. in  konzentrierter Natronlauge pH = 14) wird der Indikator wieder farblos

0,1 g Phenolphthalein in 125 mL Ethanol lösen.
Beim Lösen in 100 mL Ethanol ist w = 0,127 % (also immer noch unter der Gefahrstoffgrenze).
Vor dem Einsatz von Phenolphthalein ist eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen!

 

Weitere Reagenzien

Reagenz:

Nachweis:

Effekt:

Rezeptur, Anleitung:

Bromwasser

Mehrfachbindungen

Entfärbung

Ansatz und Reaktion

Bayer-Reagenz

ungesättige Verbindungen (außer Aromaten)

Braunfärbung

Es gibt verschiedene Rezepturen:
Lösung 1: 0,1 g Kaliumpermanganat in 100 mL dest. Wasser lösen (Variante A) ODER 0,3 g Kaliumpermanganat in 100 mL dest. Wasser lösen (Variante B)
Lösung 2: 10 g Natriumcarbonat in 100 mL dest. Wasser lösen.
Die Lösung wird hergestellt durch zusammengeben gleicher Volumina Lösung 1 (Variante A) und Lösung 2 BZW. 1 Teil Lösung 1 (Variante B) und 10 Teilen Lösung 2.
Reaktion

Chlorzinkiodid

Cellulose

Cellulose färbt sich mit Chlorzinkiod-Lösung blau bis violett

6,5 g Kaliumiodid in 10 mL entionisiertem Wasser lösen und anschließend 1,3 g Iod zugeben. Dann 20 g Zinkchlorid zufügen. Es bildet sich ein kristalliner Niederschlag. Die Lösung filtrieren. Das Filtrat ist nur wenige Wochen haltbar.

Ninhydrin

Aminosäuren

Es bildet sich ein intensiver blau-violetter  Farbstoff. Ausnahme: mit Prolin entsteht ein gelber Farbstoff.

1 %'ige Lösung von Ninhydrin in Isopropanol bzw. 0,5 g in 100 mL Aceton lösen. Info Ninhydrin
Reaktionsdetails

Seliwanowreagenz

Fructose

Es entsteht mit Fructose eine rote Lösung.

Ansatz und Reaktion

Silbernitrat

Halogene

mit Chlorid-Ionen weißer Niederschlag (löslich in verd. Ammoniak-Lösung)
mit Bromid-Ionen weiß-gelber Niederschlag (löslich in konz. Ammoniak-Lösung)
mit Bromid-Ionen gelblicher Niederschlag (unlöslich in Ammoniak-Lösung.

übliche Konzentrationen der wässrigen Lösung:
0,1 mol/L (17g in 1 L) bzw. 1%'ig

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