Biografien beruehmter Chemiker - Chemieunterricht in Brandenburg

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Biografien beruehmter Chemiker

Material

Auf dieser Seite werden in loser Folge bekannte Chemiker vorgestellt.
Berühmte Chemiker haben einen festen Platz im Unterricht. Wohl jeder Schüler hat z. B. schon mal von Lomonossoff oder Mendelejeff gehört. Auch viele andere Wissenschaftler werden zumindest kurz genannt (Lewis, Volta u. A.).
Nach meiner Erfahrung ist es für die Schüler auch interessant etwas über das Leben dieser Persönlichkeiten zu erfahren oder wenigstens ein Bild zu sehen. Um Ihnen die Mühe aufwändiger Recherchen zu ersparen, möchte ich auf dieser Seite in loser Folge Bilder und Lebensdaten bekannter Chemiker bereitstellen.
Um diese Galerie zu vervollständigen bitte ich Sie mir über den Kontakt kurz mitzuteilen, welche Persönlichkeiten hier vorgestellt werden sollten.

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J. N. Brönsted

Johannes Nicolaus Brønsted (1897 - 1947)
wurde am 22.02.1879 in Varde (Dänemark) geboren. 1897 begann er ein Chemiestudium in Kopenhagen, das er 1902 mit dem Magisterexamen abschloss. 1908 promovierte er an der Universität Kopenhagen und erhielt dort einen Lehrstuhl für physikalische Chemie.
1923 veröffentlichte er die nach ihm und LOWRY benannte Säure-Base-Theorie.
Dafür wurde er mehrfach ausgezeichnet. 1926/27 erhielt er eine Gastprofessur an der Yale und Columbia University. Ab 1930 war er Direktor des physikalisch-chemischen Instituts der Technischen Hochschule Kopenhagen. BRØNSTED starb am 17.12.1947 in Kopenhagen.






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John Dalton

John Dalton (1766 - 1844)
Englischer Chemiker und Physiker, wurde am 5. oder 6. 9. 1766 in Eaglesfield, Cumberland geboren. Er starb 27. 7. 1844 Manchester.
Dalton begründete die Atomtheorieund entdeckte das Gesetz der multiplen Proportionen, nach dem die Gewichtsverhältnisse zweier oder mehrerer verschiedener Verbindungen derselben chemischen Elemente im Verhältnis einfacher ganzer Zahlen zueinander stehen. Er formulierte das nach ihm benannte Gesetz, nach dem der Druck eines idealen Gasgemisches gleich der Summe der Drucke der einzelnen Bestandteile des Gemisches ist.





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E. Erlenmeyer

Emil Erlenmeyer (1825 - 1909)
(mit vollem Namen Erich August Carl Emil Erlenmeyer) studierte in Heidelberg Physik, Botanik und Mineralogie. Legte auf Wunsch des Vaters das pharmazeutische Staatsexamen ab und erwarb 1849 eine Apotheke die er aber nur ein Jahr betrieb.
Promovierte 1850 bei LIEBIG in Gießen. 1885 habilitierte er bei BUNSEN mit einer Arbeit über Kunstdünger. Bereits 1887 war ERLENMEYER Privatdozent. Neben einer kleinen chemischen Fabrik betrieb er auch eine Beratungsstelle für Düngemittelproduzenten. Zu seinen Studenten zählten u. A. BORODIN, MARKOWNIKOFF, LISSENKO und MEDELEJEFF.
1862 formulierte er die noch heute üblichen Formeln für Ethan, Ethen und Ethin. Er erkannte somit die Mehrfachbindung als allgemeines Prinzip und prägte auch den Begriff der Wertigkeit.
1883 wurde ERLENMEYER zum außerordentlichen Professor befördert und 1868 auf Fürsprache LIEBIGs an die polytechnische Schule in Münster berufen. Drei Jahre war er auch Herausgeber und Redakteur der "Annalen der Chemie". 1877 wurde er Direktor der TH in München.
Unter zahlreichen Arbeiten zu organischen Verbindungen formulierte er ab 1866 auch die nach ihm benannte ERLENMEYER-Regel.
Neben dem jedem Schüler bekannten ERLENMEYER-Kolben erfand er auch das Asbestdrahtnetz und den Verbrennungsofen. Für Lehramtskandidaten führte ERLENMEYER übrigens die Experimentalvorträge ein. Interessant ist auch seine Beraterfunktion für folgende Produkte: Pottasche, Wagenschmiere, Leder, schwarze Lackfarben, Mostkonservierung, Kinderzwieback und Backpulver.

Quelle: STARK-Verlag: Unterrichtsmaterialien f. Lehrkräfte Sek II

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Guldberg und Waage

Cato M. GULDBERG (11.08.1836 - 14.01.1902) war norwegischer Mathematiker und Chemiker. Er stellte zusammen mit PETER WAAGE (ebenfalls norwegischer Chemiker, 29.06.1833 - 13.01.1900) das Massenwirkungsgesetz auf.






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Lowry

Thomas Martin Lowry (1874 - 1946)
wurde am 26.10 1874 in Low Moore, West Yorkshire, England geboren. Er studierte unter HENRY ARMSTRONG Chemie und entdeckte 1898 die zeitabhängige Änderung des optischen Drehwinkels bei Nitro-d-Campher. Er prägte den Begriff Mutarotation. 1906 wurde Lowry Dozent der Chemie am Westminster Training College. 1912 ging er an die Guy's Hospital Medical School, wo er 1913 Leiter der chemischen Abteilung und erster Professor der Chemie in einer Londoner Medical School wurde. 1914 wählte man ihn zum Mitglied der Royal Society, 1920 wurde er der erste Lehrstuhlinhaber für Physikalische Chemie an der Universität Cambridge. LOWRY studierte die Veränderung der optischen Drehung, die durch säure- und basenkatalysierte Reaktionen bei Campher-Derivaten verursacht werden. Daraufhin entwickelte er unabhängig von BRØNSTED ebenfalls 1923 eine Säure-Base-Theorie, die nach den beiden Wissenschaftlern benannt wurde. LOWRY starb am 02.11.1936 in Cambridge.
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Volta

Allesandro Graf Volta (1745 bis 1827)
Ihm zu Ehren erhielt die Einheit der elektrischen Spannung den Namen "Volt".
Der italienische Physiker wurde am 18. Februar 1745 in Como geboren und war Professor in Como und Pavia. Er erfand 1775 den Elektrophor, eine Metallplatte mit isoliertem Griff, die in der Lage war, die von einem negativ geladenen Gegenstand an der Plattenunterseite erzeugte positive Ladung zu speichern. Dazu war allerdings an der Oberseite der Platte ein Erdungskabel nötig, das die dort existierende negative Energie abführte. Der Vorläufer des Kondensators war geboren. Volta nutzte die von LUIGI GALVANI gefundene Möglichkeit der Herstellung eines fließenden Stroms. 1794 baute er die erste so genannte "Voltasche Säule". Dabei wurden Kupfermünzen, Zinkplättchen und salzwasserhaltige Pappdeckel aufeinander gestapelt. Dies bildete die Basis unserer stromerzeugenden Akkumulatorenbatterien, damals üblich mit einer Spannung von 50 bis 100 Volt (Voltaelement). Diese Leistung brachte Volta eine französische Staatspension ein. Er entwickelte auch die Theorie vom elektrischen Strom, entdeckte die Elektrolyse von Wasser, erfand ein Elektroskop, und ein auf der Elektrolyse beruhendes Amperemeter (Voltameter). 1810 wurde er in den Grafenstand erhoben. Er starb am 5. März 1827 in seiner Geburtsstadt Como.
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